| November 2009
Liebe Freundinnen und Freunde unserer Initiative!
Wir möchten armen und missachteten Menschen in Indien helfen. Wir bringen immer wieder den Mut auf, uns bei Ihnen zu melden.
Zunächst sind wir dankbar, dass wir Sie kennen und uns an Sie wenden können. Wir kommen mit der Bitte, uns weiterhin helfen zu wollen. Wir kennen zwar bei uns Armut, jedoch bleiben wir dabei immer noch auf der Sonnenseite der Erfüllung von Lebensbedürfnissen. In Indien verbessert sich die Lage, so die Wirtschaftsberichte.
Jedoch, wie sieht es da aus, wo sich der Alltag des Lebens abspielt? Gemeint sind die Randbereiche der Städte und gemeint sind die Menschengruppen, die wegen ihrer Art, Kultur und Herkunft nicht gewollt sind.
Wir Menschen leben, weil es eine innere Ordnung so will, vom Essen und Trinken, Ruhen und Wirken. Wir brauchen dafür einen materiellen und geistigen Bereich, der unsere Bedürfnisse stillt. Unsere geistige und religiöse Kultur, unsere Sprache und auch das Grundgesetzt unseres Landes, kennen Liebe und Achtung anderen und uns selbst gegenüber.
In Indien ist dieses nicht selbstverständlich. Von dem, woran wir reich sind, wollen wir denen schenken, die sich danach sehnen und die durch ihr Schicksal benachteiligt sind. Diejenigen unter uns, die sich dieser Aufgabe verpflichtet fühlen, wissen, dass wir dabei selbst Lebensfreude und Lebenskraft gewinnen.
Unsere Arbeit konzentriert sich inzwischen auf ein Projekt in Süd-Indien mit dem Namen „PEARL“. Die Leiterin heißt Amala. Sie, ihre Mitarbeiter und ein Förderverein verfolgen das vorgenannte Ziel. Wir haben darüber einen Bericht beigefügt, der von Hemma verfasst wurde. Hemma ist leitendes Mitglied des Fördervereins. Sie ist uns seit vielen Jahren bekannt. Wir stehen mit ihr in Verbindung. Wegen ihrer Zuverlässigkeit können wir auch davon ausgehen, dass die gespendeten Gelder in sachlich guter Weise verwendet werden. Das bezieht sich nicht nur auf Hemma, sondern ebenso auf Amala. Wir haben sie am Ort ihrer Tätigkeit einige Male besucht. Wir kennen also die Situation und die Art ihrer Tätigkeit. Reinhard Koch, der bisher an Ort und Stelle unsere Interessen wahrnahm, steht uns wegen Änderung seiner Lebenssituation nicht mehr zur Verfügung. Den liebevoll und sorgfältig verfassten Bericht von Hemma empfehlen wir Ihrer Aufmerksamkeit.
Für die Arbeit von „PEARL“ konnten wir Dank Ihrer Spende 10.000 € nach Indien überweisen. Das Kindermissionswerk in Aachen, welches das Projekt „PEARL“ ebenfalls als förderungswürdig anerkennt, erhöhte diesen Betrag auf 12.000 €.
Auf diese Art bildet sich in wunderbarer Weise eine Brücke der Menschlichkeit.
Sie, als Spender, wir, die Vermittler, PEARL, der ausführende Teil und die geförderten Frauen und Kinder in Indien, als die Begünstigten.
Unsere Hilfe bezog sich nicht nur auf „PEARL“. Durch Pater Ama Samy S.J. erfuhren wir, dass beim Bau einer privaten Montessorischule in der Nähe seines Ashrams das Geld für die Ausstattung der Klassenräume nicht vorhanden war. Wir stellten in dieser Sache 8.000 € zur Verfügung. Petra Tischler, die von Pater Ama Samy beauftragt ist, die Verwaltung der Schule wahrzunehmen, ist dabei, durch Vorlage der Rechnungen für die Möbel genau zu belegen, was angeschafft wurde. Wer Indien kennt, weiß, dass private Schulen für die benachteiligten Bevölkerungsgruppen die große Chance für die Kinder sind. In den staatlichen Schulen sind sie einfach immer noch die Benachteiligten und Ungeachteten.
Das auslaufende Projekt der Schwester Mary Mathew in Hospet bekam für die Anschaffung eines kleinen Schulbusses den Betrag von 3.000 €. Mit ihm werden die verstreut wohnenden Kinder wegen des weiten Weges zur Schule gefahren.
Damit hört unser Engagement in Indien nicht auf: 90 Patenkinder erfreuen sich unserer Förderung. Dieses Projekt wird nicht ausgeweitet, aber jedes Kind wird so lange gefördert, bis es die Schule abgeschlossen hat. Dadurch sind sie privilegiert und befreit vom Los der Analphabeten und können mit einer Grundausbildung ins Leben treten.
Die Pateneltern mögen zu Beginn des neuen Jahres den Betrag von 140 € für das Schuljahr 2010/11 überweisen.
Wir danken Ihnen für Ihre Treue und wünschen Ihnen einen goldnen Herbst und guten Ausklang des Jahres!
Ihre Hildegard Wansleben,
Geschäftsführerin.
Amala
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